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87% am „Stockerl“…

4. April 2017

Die Dynamik in „Liberalalsgarkeinfisch“

16 Meistertitel, 8 Vizemeistertitel, 3 dritte und 2 vierte Plätze und das bei 31 entsandten Beiträgen.
Gleichbedeutend ist diese Bilanz des Performing Center Austria bei den AUSTRIAN OPEN ´17, dass gleich 27 und damit mehr als 87% unserer Beiträge auf dem „Stockerl“ der ersten drei Plätze standen.
Dieser Wert ist die beeindruckende Ausbeute unserer jungen Performing Center Austria-TänzerInnen bei den diesjährigen Showdance Meisterschaften.
Aber nicht nur das war Anlass großer Freude sondern auch, dass mit Livia, eine unserer jüngsten Tänzerinnen, unter 1.500 TänzerInnen von der Jury als eines von drei Futuretalenten 2017 ausgewählt wurde.

Das alles sind die statistischen Daten eines erfolgreichen und intensiven Wochenendes aus Sicht des Performing Center Austria. Mindestens genauso interessant sind jedoch auch Hintergründe, Background Storys und kleinere Anekdoten rund um diesen großen Event, denen wir uns in diesem Bericht widmen wollen.

eine „lila Pausenaktion“ unserer TänzerInnen im Garderobenbereich

75 junge TänzerInnen des Performing Center Austria mit einem Altersdurchschnitt von knapp 15 Jahren machten sich in den vergangenen vier Tagen auf den Weg in die Arena Nova, um dort in den Disziplinen Open, Jazz, Modern, Hip Hop, Song & Dance und Production Number zu starten. Viele von diesen TänzerInnen waren überhaupt das erste Mal bei einem Tanzwettbewerb, wodurch nicht nur die Nervosität groß war, sondern wir auch ganz bewusst unsere Erwartungen niedriger ansetzten, damit anderes im Vordergrund stehen konnte, nämlich tanzend auf einer großen Bühne zu stehen und so mit viel Freude ein gemeinsames Ziel zu verfolgen.

Neu dieses Jahr war auch, dass wir ganz bewusst gleich 14 (!) Choreographen einsetzten, um einerseits eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher Stile zu gewährleisten und andererseits neuen Talenten im Choreographiebereich eine wichtige Plattform zu bieten.
Beide Intentionen sind mehr als aufgegangen, denn das Performing Center Austria präsentierte in der Tat eine große stilistische Bandbreite mit Siegen in den oben genannten Disziplinen, bei denen ALLE 14 (!) Choreographen mit „ihren“ Kids Erfolge einfahren konnten.

die „Burn it up“ Mädls in einer Valerie Lichtenwörther Choreo.

Das, dieses Jahr von uns eingeführte, „Choreolab“, brachte mit Pauli FRIESS, Caro HAT, Hannah HOLLAUF und Julia HÜBNER gleich vier junge Nachwuchschoreographen an den Start, die mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen vollends überzeugen konnten.
Dabei ist Julias „REBORN“ ist eine emotional starke Auseinandersetzung mit den Normen, denen wir uns im Alltag unterwerfen (müssen), „RIVER“ von Hannah zeigte fünf starke Frauen auf der Bühne, während Caros „SPLIT“ eine stilistisch beeindruckende Performance auf die Bühne zauberte und Paulis Zungenbrecher  „LIBERALALSGARKEINFISCH“ mit überraschende Schrittkombinationen und Wechseln eine starke Dynamik auf die Bühne brachte.

Angelika RATEJ, Sandra SCHWANN und Jasmin BISCHOF wiederum kümmerten sich sensationell um unsere jüngsten TänzerInnen.
Alle drei unterrichten schon länger, waren aber dieses Jahr ebenfalls das erste Jahr mit eigenen Beiträgen bei den Austrian Open – und das mit durchschlagendem Erfolg. Denn mit ihren Beiträgen konnten wir in der Kinderkategorie gleich drei erste, drei zweite und einen dritten Platz ertanzen, wobei der Sieg in der Königsdisziplin „Production Nummer“ mit Jasmins „TREASURE HUNT“ und 103 Punkten besonders erfreulich ist.
Auffallend war, dass die Solokategorien bei den Kindern mit mehr als 10 Beiträgen stark umkämpft waren, weswegen die Top 3 Platzierungen von Livia und Julian sehr bemerkenswert sind.

das erfolgreiche „Treasure Hunt“ Ensemble von Jasmin Bischof

Beeindruckend zu beobachten waren auch die technisch starken Leistungen unserer Seniors-TänzerInnen und Performing Talents, die in vielen unterschiedlichen Beiträgen zum Einsatz kamen und teilweise ganz wenig Zeit hatten, sich zwischen den Nummern umzuziehen, wie zum Beispiel Johanna, die innerhalb von wenigen Minuten 5 Choreographien, inklusive ihrem starken Solo, perfekt umsetzte.
Stark waren auch die tänzerischen Leistungen von Viola mit ihren Eigenchoreographien, Lukas, der in vielen Nummern sein Talent unter Beweis stellte, Patrycja und Carina bei ihren Soli aber vor allem auch Marie-Luise, die alle ihre Choreographien und akrobatischen Sprünge und Räder mit einer Gipshand absolvierte und dabei kein einziges Mal ihr Gesicht verzog, obwohl das alles andere denn einfach gewesen sein muss.

„Yes, we Dance“ als starkes tänzerisches Statement von Marina Petkov

Janet WEBER beeindruckte als Choreographin bei ihren ersten Plätzen mit den Diversity Queens, die eine super Leistung zeigten sowie auch beim Duo „CANDY SHOP“  in der Kategorie Hip Hop, genauso wie Liane MAYNARD, Mariusz CROVID, Valerie LICHTENWÖRTHER und Susi RIETZ bei ihren Beiträgen.

Marina PETKOV, eine Talents und Academy Absolventin, wiederum reüssierte mit dem nachdenklichen „CHRYSTEL DEATH“ über den Drogenmissbrauch in einem stressigen Umfeld während „YES, WE DANCE“ wiederum das Lebensgefühl auf die Bühne brachte, das alle Starter bei den Austrian Open vereinte – die Freude und Leidenschaft für den TANZ.

„When we Grow up“ Ensemble einer berührenden Production Nummer

Solche Meisterschaften sind auch für ein Betreuerteam immer eine besondere Herausforderung, weil Kostüme, Maske und Betreuung ein permanent Job von 7:30 bis spät in den Abend bedeutet, aber mit unserem eingeschworenen Team rund um Julia, Jasmin, Dagmar und Gabi klappte all das reibungslos. Besser geht´s nicht.
Ein großes Dankeschön dafür aber auch für die tatkräftige Unterstützung vieler Zuseher und Eltern, die die TänzerInnen an diesen vier Tagen lautstark unterstützten.

die Diversity Queen Crew von Janet Weber

So fällt das Resümee dieser Meisterschaften auch abseits der nicht zu erwartenden 87 Prozent Erfolgsquote mehr als zufriedenstellend aus, denn man konnte einmal mehr sehen, dass unsere jungen TänzerInnen über eine tolle tänzerische Basis verfügen, die es ihnen auch in kommenden Jahren ermöglichen wird, sich immer weiter zu entwickeln.
Wichtig ist uns auch, dass bei unseren Beiträgen nicht nur ein oder zwei TänzerInnen „gepusht“ werden, sondern es immer ein Anliegen von uns ist, vielen die Möglichkeit zu geben, in unterschiedlichen Beiträgen und unterschiedlichen Formationen präsent zu sein. Nur so ist es langfristig möglich, gemeinsam große Fortschritte zu machen, eine Gruppe bewusst zu stärken und die Freude am Tanz zu erhalten.

Last but not least sind wir natürlich mehr als stolz über unseren großen Pool an interessanten und kommenden ChoreographInnen, die sich vor allem auch als Team verstehen, die Tätigkeit des anderen schätzen (wie z.B. die so wichtige Ausbildung in Ballett), sich immer wieder austauschen und sich so auch viel besser über gemeinsame Erfolge freuen können. Auch hier sind wir auf einem absolut richtigen Weg.

die Freude eines beeindruckenden Teams nach der Siegerehrung

Ganz generell ist zu sagen, dass bei mehr als 400 Beiträgen auch immer wieder die Chance besteht, über den eigenen Tellerrand zu blicken. So hat man die Möglichkeit auch andere tolle Beiträge zu sehen, die es bei diesen Meisterschaften zu Genüge gab, wobei dieses Jahr vor allem das „Tanzwerk – Tanzschule Hippmann“ aus Wels hervorstach, die zu Recht eine Vielzahl an Preisen gewinnen konnten, wofür wir an dieser Stelle ebenfalls sehr herzlich gratulieren wollen.

So gesehen freuen wir uns einerseits schon jetzt extrem auf die internationalen European Open 2017 im Juni in Matrei, für die die organisatorischen Vorbereitung für „unsere Kids“ schon längst auf Hochtouren laufen, aber andererseits natürlich auch schon auf unsere „POWER of YOUTH 2017“ Vorstellungen Ende Juni in unserem Stammhaus, dem Theater Akzent, um so endlich alle Erfolge auch einmal in Wien zeigen zu können.

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