Modern/Contemporary

Der Begriff Modern Dance wird umgangssprachlich verwendet und bedeutet das, was heute eigentlich unter dem Begriff „Zeitgenössischer Tanz“, oder „Contemporary Dance“ zusammengefasst wird.

Der Zeitgenössische Tanz ist auf den Prinzipien Raum, Kraft und Zeit aufgebaut:

Raum: In welchem räumlichen Rahmen bewege ich mich? (in welchen Raumebenen, wie groß oder wie klein ist meine Bewegung, welche Form hat meine Bewegung)

Kraft: Wie viel Kraft wende ich für die Bewegung auf? (von kraftvoller, starker Bewegung bis hin zur leichten, fließenden Bewegung)

Zeit: In welchem zeitlichen Kontext steht die Bewegung? (schnell, langsam, allmählich, abrupt, …)

Im Zeitgenössischen Tanz versucht man, alle Bewegungsmöglichkeiten zu erfahren und ins eigene Bewegungs-Repertoire zu integrieren.

„Der zeitgenössische Tanz versteht sich nicht auf der Basis nur einer Technik oder ästhetischen Form, sondern aus der Vielfalt heraus. Er sucht Grenzüberschreitungen zwischen den Künsten und bricht immer wieder mit vorhandenen Formen.“ – Johannes Odenthal

Im Zeitgenössischen Tanz verschmelzen also verschiedenste Tanzformen und werden darin weiterentwickelt. Seine Wurzeln liegen vor allem im Modern Dance und Ausdruckstanz, welche vor allem durch TänzerInnen wie Martha Graham, Lester Horton und José Limón geprägt wurden.

Aber auch immer mehr asiatische Tanzformen, Kampfsporttechniken, Forschungsformen und Körperbewusstseinstechniken wie Butoh, Contact Improvisation, Tai Chi, Capoeira oder Yoga finden ihren Weg in den künstlerischen, zeitgenössischen Tanz.