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Interviews

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Interview mit Marcus Tesch

Marcus Tesch

Am 7. Oktober 2005 beginnen erstmalig in dieser Saison die beiden neuen Stunden Modernballett 1 Slow und Jazz Thema 2 von Marcus Tesch. Aus gegeben Anlass führte das PCA folgendes Interview mit Marcus, um Näheres über die Person Marcus Tesch zu erfahren.

PCA:

Du hast deine Tanzausbildung an der Staatsopernschule absolviert, die natürlich sehr stark das klassische Ballett forcierte. Wann hast du für dich selber beschlossen auch in die Modern und Jazz Richtung bis zum Musical zu gehen?

MARCUS TESCH:

Wir hatten sehr gute Modern- und Jazz- Lehrer an der Schule Auch hatten wir viele Gast Choreographen die Moderne Stücke für die Schule choreographierten. Ich war schon sehr früh mehr an den Moderen Stücken als an den rein Klassischen interessiert. Ich habe dann während ich an der Staatsoper engagiert war mit Gesangsunterricht begonnen und da das Feedback in diesem Bereich sehr gut war und es mir viel Spaß machte hab ich in diesem Feld weiter gemacht.

PCA:

Nach der Staatsoper bis du für einige Jahre nach New York gegangen und hast dort auch in einer Tanzcompany getanzt. Wie sehr hat diese Zeit deine heutige Arbeitsweise beeinflusst?

MARCUS TESCH:

Die Einstellung, die Möglichkeit alles ohne Limits machen zu können. Jeder bekommt eine Chance, aber zumeist nur eine. Ich habe in 6 verschiedenen Kompanien getanzt und habe die Herrausfoderung geliebt. Es war harte Arbeit aber ich war jung und hatte die Energie. Einerseits versuche ich diese Energie andererseits aber auch die Freude an der Arbeit nach Wien mitzubringen.

PCA:

Du bist neben deiner Lehrtätigkeit auch ein gefragter Choreograph! Welchen Tanzstil bevorzugst du zurzeit am meisten?

MARCUS TESCH:

Ich mag die gesunde Mischung. Je nachdem was die  Geschichte oder die Musik benötigt, sollte sich auch der Stil dementsprechend wechseln.

PCA:

Welche Tätigkeit - egal ob Darsteller oder Choreograph - war bis heute dein Lieblingsprojekt?

MARCUS TESCH:

Das ist eine  schwere Frage da ich bis jetzt fast alle meine Projekte genossen habe. Aber als ich Choreograph und stellvertretender Direktor vom "Contemporary Dance Theatre" in New York war und wir unser eigenes  Tanzstück im Lincoln Centre zeigten, das war schon eines der Highlights. Aber ich liebe die Herausforderung an sich und versuche immer mein Bestes zu geben, sodass immer die jeweilige Arbeit zu meinem Lieblingsprojekt wird.

PCA:

Dein letztes Engagement war in diesem Sommer "Jesus Christ Superstar". Wie war diese Produktion?

MARCUS TESCH:

Es hat sehr viel Spaß gemacht obwohl die Produktion sehr intensiv war, weil der 2 Akt ja nicht wirklich der Fröhlichste ist. Wir hatten eine sehr kreative und intensive Probenzeit und das gesamte Ensemble wuchs sehr eng zusammen. Die Vorstellungen selber waren angenehm und wir hatten ein sehr familiäres Verhältnis. Alles in Allem eine sehr schöne Zeit.

PCA:

Nach Jesus Christ Superstar, warst du länger als ein Monat in New York und Australien. Was für neue Eindrücke hast du für deine Arbeit mitnehmen können?  

MARCUS TESCH:

Ich war in Australien und machte Erholung pur. Es war seit sehr langer Zeit das erste Mal, dass ich einen Urlaub mache, der mit nichts anderem als mit Sightseeing, Shopping und Entspannen zu tun hatte.

Natürlich habe ich auch einige Theaterproduktionen besucht und konnte auch der einen oder andern Pilates Klasse nicht widerstehen. Jetzt bin ich entspannt und voller Energie.

PCA:

Für dich beginnt im Performing Center Austria am 7. Oktober die neue Saison mit den Stunden MODERNBALLETT 1 SLOW und JAZZ THEMA 2. Kannst du uns diese beiden Stunden und die Ausrichtung näher beschreiben?

MARCUS TESCH:

Modernballett ist eine Mischung aus Ballett und verschiedenen Moderntechniken geht bis zu Pilates und Yoga -  das Beste von allem eben. Es beginnt an der Stange und endet mit einem "Cross the Floor" oder einer Choreographie in der Mitte.

Bei Jazz Thema nehme ich mir jeden Monat ein anders Musical vor, zu dem ich Choreographien erstelle. Ab und zu gibt es Originalchoreographien aber meistens eigene, die ich für jede Woche neu choreographiere. Also dürft ihr keine Woche fehlen J.

PCA:

Worauf achtest du bei einem Tänzer am meisten? Ist das mehr die Technik, Musikalität, Ausdruck?

MARCUS TESCH:

Wie gesagt ich mag immer die Mischung und beides ist für mich gleich wichtig.

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